# COS-01 Technische Schutzmaßnahmen

- Bereich: COS – Kommunikationssicherheit
- Gegenüber C5:2020: geändert
- Webseite: https://c5.patrickscheid.de/cos-01/

## Basiskriterium

### COS-01.01B

Basierend auf den Ergebnissen einer gemäß OIS-07 durchgeführten Risikobeurteilung hat der Cloud-Anbieter technische Schutzmaßnahmen implementiert, die geeignet sind, netzbasierte Angriffe auf Systemkomponenten, die für die Bereitstellung des Cloud-Dienstes verwendet werden, zeitnah zu erkennen und darauf zu reagieren.

### COS-01.02B

Für diese technischen Schutzmaßnahmen werden auf mehreren Ebenen Präventions- und Schutzmaßnahmen implementiert (Defense in Depth), um das Risiko eines Durchbrechens des eingesetzten Verteidigungssystems zu mindern. Dies schließt netzbasierte Cyberangriffe ein, wie zum Beispiel:

1. Angriffe auf Basis anomaler Eingangs- oder Ausgangs-Traffic-Muster;
2. Distributed-Denial-of-Service-(DDoS-)Angriffe;
3. Spoofing-Angriffe;
4. Code-Injection-Angriffe;
5. DNS-Tunneling; und
6. IoT-Angriffe, die auf Geräte innerhalb eines Netzes abzielen.

**Ergänzende Information (zu 02B, 01AC):**

Technische Schutzmaßnahmen, die Schutz und Prävention auf mehreren Ebenen bieten, sind z. B. eine spezielle Trennung im Identitäts- und Berechtigungsmanagement, eine separate Protokollierung für Schutzsysteme und Web Application Firewalls (WAFs) für den Zugriff auf Schutzsysteme.

Netzbasierte Angriffe können z. B. durch MAC-Spoofing und ARP-Poisoning-Angriffe erfolgen. Technische Maßnahmen zum Verhindern des Beitretens unbekannter physischer oder virtueller Geräte zu einem physischen oder virtuellen Netz können sich z. B. an MACSec gemäß IEEE 802.1X:2010 orientieren.

### COS-01.03B

Aus entsprechend implementierten technischen Schutzmaßnahmen stammende Daten (Teil der Cloud-Anbieterdaten) werden in das SIEM-System des Cloud-Anbieters (vgl. OPS-13) eingespeist, sodass für miteinander korrelierte Ereignisse erforderliche (Gegen-) Maßnahmen initiiert werden können. Die Schutzmaßnahmen sind gemäß SP-01 dokumentiert, kommuniziert und bereitgestellt.

## Zusatzkriterium

### COS-01.01AC (Zusatz, erweiternd)

Der Cloud-Anbieter stellt mit technischen Maßnahmen sicher, dass seinem (physischen oder virtuellen) Netz keine unbekannten (physischen oder virtuellen) Geräte beitreten.

## Korrespondierende Kriterien für Kunden

Cloud-Kunden stellen mit geeigneten Kontrollen für jene Teile des Cloud-Dienstes, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen (z. B. virtuelle Maschinen innerhalb einer IaaS-Lösung), sicher, dass sie netzbasierte Angriffe auf Basis anomaler Eingangs- und Ausgangs-Traffic Muster (z. B. durch MAC-Spoofing und ARP-Poisoning-Angriffe) und/oder Distributed-Denial-of-Service (DDoS) Angriffe zeitnah erkennen und auf diese reagieren.

## Änderungen gegenüber C5:2020

Aus der BSI C5:2026 Änderungshistorie, die das BSI bisher nur auf Englisch veröffentlicht.

**Basiskriterium:**

Specified which data types the criterion applies to.

Added requirement to employ defence in depth.

Extended list of relevant network-based attacks by spoofing attacks, code injection attacks, DNS tunneling and IoT attacks.

Linked criterion to OPS-13, the criterion defining the use of a SIEM.

**Zusatzkriterium:**

Removed specific example from additional criterion.

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Quelle: BSI C5:2026, maschinenlesbare Fassung v1.1.0, © Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 2026, unverändert wiedergegeben unter CC BY-ND 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de). Änderungshinweise: BSI C5:2026 Änderungshistorie, © BSI 2026, CC BY-ND 4.0. Inoffizielle Darstellung, ohne Verbindung zum BSI.
