# CRY-16 Betriebliche Kontinuität für das Schlüsselmanagement

- Bereich: CRY – Kryptographie und Schlüsselmanagement
- Gegenüber C5:2020: neu in C5:2026
- Webseite: https://c5.patrickscheid.de/cry-16/

**Ergänzende Information:**

Der Cloud-Anbieter sollte die folgenden Optionen zur Sicherung von Schlüsselmaterial berücksichtigen:

1. Backup von Schlüsseln: Verschlüsselte Backups von Schlüsseln werden sicher außerhalb des HSM gespeichert. Der Backup-Prozess sollte sicherstellen, dass die Schlüssel während der Speicherung und Übertragung verschlüsselt sind, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Regelmäßige Tests der Backup- und Wiederherstellungsverfahren sollten durchgeführt werden, um die Wirksamkeit und Integrität der Backups zu verifizieren. Backups außerhalb eines HSM sollten nur nach sorgfältiger Risikobeurteilung in Betracht gezogen werden.
2. Redundante HSMs: Implementierung mehrerer HSMs an geografisch verteilten Standorten, um Redundanz zu schaffen und sicherzustellen, dass Schlüssel auch dann verfügbar und sicher bleiben, wenn ein HSM ausfällt. Die HSMs sollten synchronisiert sein, um die Konsistenz des Schlüsselmaterials über alle Geräte hinweg sicherzustellen. Regelmäßige Health-Checks und Failover-Tests sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Redundanzmechanismen korrekt funktionieren. Die konkrete Art und Weise, wie diese Redundanz aufgebaut wird, kann von den Einzelheiten der vertraglichen Vereinbarungen zwischen Cloud-Anbieter und Cloud-Kunde abhängen. Wenn der Cloud-Kunde beispielsweise einen bestimmten Standort, eine Zone oder Region wählt, gilt diese Wahl auch für die in diesem Kriterium genannte Redundanz.

## Basiskriterium

### CRY-16.01B

Der Cloud-Anbieter hat die Vor- und Nachteile der Durchführung von Backups des in einem Hardware Security Module (HSM) gespeicherten Schlüsselmaterials zur Schlüsselwiederherstellung und dem Aufbau von Redundanz oder vergleichbaren Maßnahmen zur Sicherung von Schlüsseln zur Gewährleistung der betrieblichen Kontinuität abgewogen. Diese Abwägung umfasst die Beurteilung des Risikos einer Offenlegung von Schlüsseln, wenn die Kontrolle über das Schlüsselmaterial verloren geht. Entscheidungen darüber, ob Schlüssel-Backups verwendet oder Redundanz aufgebaut werden sollen, sind dokumentiert, und die gewählten Maßnahmen werden auf ihre Wirksamkeit und ihre Übereinstimmung mit vertraglichen, rechtlichen und regulatorischen Anforderungen überprüft.

### CRY-16.02B

Verfahren zur Wiederherstellung verlorener oder beschädigter Schlüssel sind vorhanden.

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Quelle: BSI C5:2026, maschinenlesbare Fassung v1.1.0, © Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 2026, unverändert wiedergegeben unter CC BY-ND 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/deed.de). Änderungshinweise: BSI C5:2026 Änderungshistorie, © BSI 2026, CC BY-ND 4.0. Inoffizielle Darstellung, ohne Verbindung zum BSI.
